TOP Ö 1: Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen;
- Situationsbericht
- Antrag des OEDP-Kreisverbandes vom 13.03.2016

Kreisrätin Setzensack plädiert dafür, dass auch die Ausschussmitglieder vom Ausschuss für Soziales und Gesundheit über die aktuelle Lage informiert werden sollten. Landrat Dr. Faltermeier erläutert den Zeitraum, in dem der Informationsfluss stattgefunden hat. Der Landkreis Kelheim hat die Information über die aktuelle Lage der Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen nach Erhalt unverzüglich an die Fraktionssprecher und Aufsichtsräte weitergeleitet. Geschäftsführer der Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen Dr. John erläutert anhand einer PowerPoint Präsentation (siehe Anlage 1) den Situationsbericht der Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen. Die aktuellen Entwicklungen legt Geschäftsführer Dr. John bei der Umsetzung der medizinischen Strategie, Kommunikationstraining der Ambulanz, Personalia sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit dar. Ein Leistungsrückgang ist vor allem im letzten Quartal 2015 festzustellen. Dies hat zur Folge, dass die Leistungen 329 Case Mix-Punkte (CM-Punkte) unter Plan liegen, dies entspricht rund 803.000,00 €. Im ersten Quartal 2016 liegt die Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen mit 27 CM-Punkten knapp unter dem Vorjahr. Positiv hervorzuheben ist, dass im Jahr 2015 so viele Patienten im Hause verzeichnet wurden, wie noch nie. Anhand von Diagrammen wird die Entwicklung der Fachabteilungen in Pfaffenhofen sowie in Mainburg erläutert. Mit einem zu erwartenden Minus für das Jahr 2015 von 5,72 Mio. € liegt die Ilmtalklinik fast 1,2 Mio. € über der eigentlichen Vorab-Einschätzung. Ein maßgeblicher Grund für das hohe Minus ist der Einsatz von Honorarkräften. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 2,099 Mio. €. Geschäftsführer Dr. John erläutert die Umsetzung des medizinischen Konzeptes mit den häuserübergreifenden Leitungen und den Personalumbau. Bis Jahresende wird die Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung umgesetzt. Die Unternehmensberatungsgesellschaft Ernst & Young wurde mit einem Gutachten beauftragt, dass bis Mitte des Jahres fertiggestellt sein soll. Die Kooperationsgespräche wegen dem Kreiskrankenhaus Schrobenhausen werden derzeit nicht fortgeführt. Weiter führt Dr. John aus, dass eine getrennte Darstellung der Betriebsergebnisse nicht mehr möglich ist, weil starke Vernetzungen vorhanden sind. Der Sachstandsbericht entfacht eine heftige Diskussion unter den Ausschussmitgliedern. Kreisrat Dr. Kroiss erklärt, dass die häuserübergreifende Zusammenarbeit von Mainburg und Pfaffenhofen gescheitert ist. Kreisrätin Langwieser betont, dass die Zusammenführung gut geklappt hat, die Geschäftsführung sehr gute Arbeit leistet und solche Aussagen unerhört sind. Sie sowie Kreisrat Schweiger sind der Meinung, dass man nur eine Ilmtalklinik hat, aber eben mit zwei Häusern. Prokurist der Ilmtalklinik Herr Andreas erklärt, man muss immer alle Aspekte beleuchten, weshalb das Jahresergebnis in diesem Umfang ausfällt. Kreisrat Schmalz erkundigt sich, wie der Stand bei den Vertragsverhandlungen ist. Für Verhandlungen mit dem Klinikum Ingolstadt hat der Aufsichtsrat kein Mandat erteilt, so Landrat Dr. Faltermeier. Als Zeichen für die hohe Personalfluktuation sieht Kreisrat Zettl ein schlechtes Betriebsklima. Mit kritischen Augen sieht er, dass keine Einsparungen vorgenommen wurden. Die Kreisräte Dürr, Dr. Bohn, Wettberg, Zieglmeier sowie Nowy beteiligten sich ebenfalls an der Diskussion. Abschließend zieht Kreisrat Schmalz beide Anträge von der ÖDP zurück, in denen ein besserer Informationsfluss sowie die Darstellung der getrennten Betriebsergebnisse gefordert worden sind.

Landrat Dr. Faltermeier stellt die Nichtöffentlichkeit um 15:35 Uhr her. Siehe Protokollverlauf im nicht öffentlichen Teil unter Beschluss-Nr. 672. Die Öffentlichkeit wird um 15:42 Uhr durch Landrat Dr. Faltermeier wieder hergestellt.

Es ergeht folgende


Kenntnisnahme:

 

Die Ausschussmitglieder des Kreisausschusses sowie des Ausschusses für Soziales und Gesundheit nehmen Kenntnis vom Bericht der Geschäftsführung. Im Übrigen sind bisher immer vollumfängliche und zeitnahe Beratungen und Beschlussfassungen in den zuständigen Kreisgremien des Landkreises Kelheim erfolgt.