TOP Ö 1: Einrichtung eines Stadtverkehrs in Kelheim; Sachstandsbericht

Landrat Neumeyer informiert, dass derzeit weiter an der Umsetzung des Stadtbusses gearbeitet wird und verweist auf Herrn Süß, der den derzeitigen Sachstandsbericht anhand einer Präsentation vorstellt.

Er informiert, dass nun ein Zugang zur Vorabbekanntmachung  (EU-Portal) eingerichtet wurde und die Leistungsbeschreibung derzeit erstellt wird.

 

Laut Herrn Süß gibt es noch Klärungsbedarf bzgl. des Einsatzes eines E-Busses für den Stadtverkehr Kelheim. Zum einen sind noch keine adäquaten Modelle verfügbar, außerdem gibt es noch nicht ausreichend Ladestationen. Durch die Ladezeiten könnte sogar ein weiterer Bus erforderlich sein. Derzeit werden auch Überlegungen angestellt, ob ein Umbau auf einen E-Bus möglich ist und welche Kosten dadurch entstehen würden.

 

Außerdem ist eine Haltestellenbedienung am Herzberg, wegen einer Steigung von 22% und einer Gewichtsbeschränkung, schwer umzusetzen. Besonders im Winter kann dies zu Schwierigkeiten führen.

 

Herr Süß führt weiterhin an, dass ein zusätzliches Fahrtenangebot an Samstagen Mehrkosten von rund 20.000 € verursachen würde.

 

Bei der ÖPNV-Ausschusssitzung am 28.09.17 wurde ein erster Fahrplanentwurf  vorgestellt. Herr Süß informiert, dass dieser Fahrplanentwurf an die Verkehrsunternehmer der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Kelheim verschickt wurde mit der Bitte Änderungswünsche mitzuteilen.

 

Das Verkehrsunternehmen Hierl in Kelheim teilte mit, dass neben dem „Rundkurs“ auch ein „U-Kurs“ und die Pausenzeiten zwischen den Fahrten geprüft und ggfs. angepasst werden sollen. Zudem sollte der Tarif für den Stadtbus Kelheim so einfach wie möglich gestaltet werden.

 

Kreisrat Hofmeister stellt die Frage, ob gleich zu Beginn ein E-Bus eingesetzt werden muss. Er hält es für sinnvoll, zuerst einen normalen Bus zur Verfügung zu stellen. Nach einem zweijährigen Probebetrieb kann über den Einsatz eines E-Busses immer noch entschieden werden.

 

Herr Süß teilt mit, dass beide Alternativen geprüft werden (möglicherweise findet sich auch ein Verkehrsunternehmer, der einen E-Bus zur Verfügung hat) um abschließend zu beurteilen, welche Möglichkeit finanziell machbar ist.

 

Kreisrat Steber teilt die Meinung von Kreisrat Hofmeister und ergänzt, dass ein zusätzlicher, zweiter Bus aufgrund der damit verbundenen Kosten wohl schwer umzusetzen sein wird.

 

Kreisrat Fischer merkt an, dass Ökologie wichtig und auch verpflichtend ist, allerdings müssen die Bürger den Stadtbus auch annehmen.

 

Landrat Neumeyer bedankt sich bei Herrn Süß für den Vortrag und teilt abschließend mit, dass bei der Mobilität viele Themen im Gespräch sind, wie die Entwicklung weitergeht bleibt jedoch abzuwarten. Nach einem Probebetrieb von zwei Jahren können weitere Ideen eingebracht werden.